Das Wort zum Wochenende

Manchmal ist eben auch Geduld ein guter Berater…..

Möglicher Saisonstart erneut vertagt – Geduldig sein

Der Fußballverband Rheinland hat bekanntgegeben, dass der vor ein paar Wochen erhoffte mögliche Saison-Restart am Wochenende des 16/17.01.2021 nun frühestens am 27/28.02.2021, also minimum 6 Wochen später stattfinden könnte. Gleichwohl ist allen Entscheidern des Verbands bewusst, dass auch dieses verschobene Datum mehr einem Wunschdenken als einer möglichen Realität entspricht.

Trotzdem finden wir es richtig, zumindest einen Rahmen, welcher der veränderten Sachlage nahe kommt vorzugeben, um nicht ganz das ersehnte Ziel, nämlich wieder Fußball spielen zu dürfen, aus den Augen zu verlieren.

Wie ist die Lage beim SSV?

Wir bleiben weiterhin optimistisch und bedingt positiv gestimmt. Wären wir alleine auf der Welt in solch einer misslichen Lage, dann hätten die Umstände sicherlich dramatische Auswirkungen auf unser Tun und Handeln. So aber sind wir nur ein kleiner Teil der großen “Leidensgemeinschaft“ und wollen mit viel Stärke und einem optimistischen Ausblick auch diese sehr besondere Phase unseres Vereinslebens bewältigen. Es ist erfreulich, dass viele unserer Übungsleiter aus eigenen Stücken mit Salärverzicht einen solidarischen Beitrag leisten. Die Vereinsführung hat sich dazu entschieden bisher keine Beschlüsse zu fassen, die hier Vorgaben machen, sondern uns ist die Freiwilligkeit von immenser Bedeutung. Denn genau diese Freiwilligkeit spiegelt ja am Ende das Engagement aller in einem ehrenamtlich organisierten Verein wider.

Alle Aktiven sollen bei Laune gehalten werden

In vielen Vereinen und Organisationen grassiert die Angst, durch die dauerhafte und mittlerweile ja zweite Unterbrechung der Sportausübung, Aktive zu verlieren. Vereins- und insbesondere Mannschaftssport bedarf ja einer gewissen Verbindlichkeit, wie z.B. die regelmäßige Teilnahme am Training zur Wettkampfvorbereitung. Dieser Verbindlichkeit kann ja leider von den Akteuren im Moment nicht nachgegangen werden und so liegt das Risiko auf der Hand, dass Kinder, Jugendliche und vielleicht auch Erwachsene in der Folge mehr Gefallen am “Laissez-faire“ finden und zukünftig  lieber „in die Woche hinein leben“ wollen. Aber mal schaun….. vielleicht kommt es ja auch ganz anders und noch mehr Menschen als zuvor erkennen den Wert des geregelten Vereinslebens.

Erfreuliche Nachrichten für die Infrastruktur

Es hat uns sehr gefreut in der vergangenen Woche die Nachricht zu erhalten, dass nach beinahe 30 Jahren des Stillstands nun auch am dringend sanierungsbedürftigen Funktionsgebäude am Kieselborn endlich etwas passieren wird. Ein zunächst eingestellter Betrag im Haushalt von 300 Tsd € hört sich hier auf den ersten Blick nach sehr viel Geld an, aber es gilt zu bedenken, dass das Gebäude in den letzten 30 Jahren außer notdürftigen Reparatureinsätzen und Eigenarbeit durch den SSV keinerlei Zuwendung erhalten hat. Insofern ist die Entscheidung des Stadtrates genau richtig, jetzt nicht wieder nur leichte kosmetische Reparaturen durchzuführen, sondern eine Generalsanierung, die dann auch für die nächsten 2-3 Jahrzehnte keine gestückelten Kosten verursacht, welche auf den gleichen Betrag hinauslaufen. Hinzu kommt, dass es am Gebäude mittlerweile feuchte Wände außen und innen, sowie ein undichtes Dach festzustellen gibt. Aber auch bei diesem Projekt hat unser Verein ja seit langer Zeit Vorschläge gemacht und zugesichert, mit maximaler Eigenleistung und der Hilfe von befreundeten Unternehmern einen nicht unerheblichen Beitrag leisten zu wollen.

Warum nicht neidisch sein?

Immer dann, wenn ein Verein oder eine Organisation Zuwendungen erhält, gibt es natürlich Stimmen von Aussen, die sagen: Warum die und nicht wir? Im schlechtesten Falle kommt es zu einer unangebrachten Neiddebatte, die aber keinem hilft. Sollte jemand solche Gedanken hegen, dann möchten wir dem entgegenwirken und sagen, dass der SSV für die Verbesserung seiner maroden Infrastruktur seit mehr als 10 Jahren einen unerbittlichen “Kampf“ führt, viele Initiativen gestartet hat, sich bis auf Landesebene in verschiedenen Projekten und Gremien präsentiert, seine Ansprüche seit mehr als 10 Jahren mit einer unbestritten anerkennenswerten und stark gewachsenen Nachwuchsarbeit unterstreicht und vieles, vieles mehr, um nur einige von zielführenden Argumenten zu erwähnen. Seit Jahren haben wir alle Altersklassen des Jugendbereiches nachhaltig besetzt und zur Zeit (Corona außer Acht gelassen) mehr als 230 Kinder- und Jugendliche im täglichen Ausbildungsmodus.

Also bitte keine Neiddebatte – im Gegenteil – andere Vereine werden auch selber dann in Zukunft davon profitieren, dass wir den Entscheidungsträgern seit Jahren in den Ohren liegen, dass die Unterstützung und öffentliche Liebe zum Ehrenamt nicht nur ein Lippenbekenntnis bleibt. Daher nehmen wir für uns in Anspruch behaupten zu können eine Art Türöffner zu sein.

In diesem Sinne – ein großer Dank an alle, die sich – egal wo und wie – für die gute Sache am Menschen engagieren.