Der Streich von Heimbach-Weis – SC Freiburg als Vorbild für den SSV

Wenn man in der Internet-Suchmaschine google die Worte „Kontinuität“ und „Fußball“ eingibt, dann erscheinen – zumindest beim Verfasser dieses Berichts – als erste Suchergebnisse zwei Artikel, die sich damit befassen, dass Christian Streich seit nunmehr sechs Jahren das Traineramt beim SC Freiburg innehat.

In der süddeutschen Zeitung heißt es dort: „Streich hat die Mannschaft des Sport-Clubs Ende 2011 übernommen, vor dem Abstieg gerettet und 2013 trotz einem der kleinsten Etats der Liga in die Europa League geführt. 2015 ist der Verein zwar in die Zweite Liga abgestiegen, kehrte aber nur ein Jahr später in die Eliteklasse zurück – und wurde unter Streich Siebter.“

Keuler verlängert

Nun ist der SSV beileibe nicht auch nur in der Nähe der Erstklassigkeit. Parallelen zum SC Freiburg gibt es aber dennoch. Auch beim SSV geht der Trainer im Sommer in die sechste Saison, denn Carsten Keuler hat am Ende der letzten Woche seinen Vertrag um ein weiteres Jahr bis zum 30.6.2019 verlängert. Keuler, der den SSV am 1.7.2013 in der Kreisliga B übernommen und zurück ins Kreisliga-Oberhaus geführt hatte, erklärt sein sicherlich überdurchschnittlich langes Engagement bei der Elf vom Kieselborn: „Ich kann mich mit der Philosophie des Vereins absolut identifizieren und vertraue den handelnden Personen“.

Außerdem sieht Keuler die Perspektive des Vereins als Antrieb für eine weitere Zusammenarbeit: „In naher Zukunft wird der SSV auch im Seniorenbereich von seiner exzellenten und nachhaltigen Nachwuchs- und Ausbildungsarbeit profitieren.“ Die Aussicht darauf mit weiteren talentierten, vor allem aber gut ausgebildeten und mannschaftssporttauglichen Spielern zusammen zu arbeiten, reizt den A-Lizenz-Trainer, auch weiterhin in Heimbach-Weis „das Zepter zu schwingen“.

Carsten Keuler – geht mit seinem SSV in die nächste Phase der Entwicklung

Natürlich bedeutet eine lange Tätigkeit des Cheftrainers immer auch die Gefahr von Abnutzungserscheinungen. Hier will Keuler („Ich brauch die Arbeit auf dem Platz. Sie ist ein guter Ausgleich für mich.“) in der Zukunft ansetzen: „Auch als Trainer muss man sich immer weiterentwickeln und verändern.“ Deshalb werden die Rahmenbedingungen beim SSV auch im Sommer wieder weiter verbessert. Neben den bereits vorhandenen Trainerassistenten (Co- und Torwarttrainer) und der vorbildichen Physiotherapie gehört ab sofort eine von „coaching-eye (C)“  unterstütze gelegentliche Videoanalyse genauso dazu, wie Veränderungen im Trainingsprozess.

Auch bei der Planung des Spielerkaders deuten sich Verschiebungen an, wobei zukünftig in erster Linie auf Spieler gesetzt werden soll, die eine gute Trainingsbeteiligung versprechen. Denn nur so ist dauerhaft gewährleistet, dass die Arbeit des Funktionsteams überhaupt auf fruchtbaren Boden fallen kann.

mittelfristige Perspektive ist sehr gut

In diesem Punkt ergibt sich die nächste Parallele zum SC Freiburg: Auch der SC Freiburg arbeitet ob seines kleinen Etats in erster Linie mit jungen Spielern, die aus dem eigenen Nachwuchsbereich rekrutiert und weiter entwickelt werden. Dass der ehemalige U21-Nationalspieler Keuler das ähnlich gut kann, wie Christian Streich steht dabei außer Frage: In den letzten Jahren haben sich Spieler wie Christopher Eul, Lukas Endres, Christopher Pfleger oder Dominik May – um nur einige zu nennen – unter dem ehemaligen Bundeliga-Spieler zu ordentlichen A-Klassen-Spielern entwickelt, die für die Zukunft noch einiges erwarten lassen. In Marvin Hoffmann hatte ein U19-Spieler in dieser Saison schon einige Einsätze in der ersten Mannschaft und sich dabei vor allem im Spiel gegen Niederbreitbach hervorragend verkauft. Und in dem erst 17jährigen Jonas Kreis steht das nächste SSV-Juwel in den Startlöchern, um ab April sein Können Freitags abends am Kieselborn einzubringen.

Kunstrasen kommt

Zudem scheint es, nach den neuesten Informationen aus der Politik mittlerweile gesichert, dass im Frühjahr 2019 der lang ersehnte Kunstrasenplatz in Heimbach-Weis hergestellt wird. Die mittelfristige Perspektive im „Kirchspiel“ ist also glänzend. Bleibt zu hoffen, dass in der aktuellen Saison das schwierige Unterfangen Klassenerhalt gelingt und die Zugehörigkeit zur A-Klasse gesichert werden kann. Wer weiß, was dann in einigen Jahren beim SSV möglich ist. Carsten Keuler jedenfalls ist dabei.

Auch Co-Trainer Alexander Schröder ist weiterhin ein Kleeblatt

Nicht nur als Randnotiz, sondern als ebenfalls sehr freudige Botschaft vermeldet der SSV zudem, dass auch Co-Trainer Alex Schröder, der die Trainingsarbeit seit dem letzten Sommer bereichert, sein Engagement am Kieselborn um ein weiteres Jahr verlängert hat.

Alex Schröder – auch er bleibt weiter an Bord um ein wiederum erfolgreiches Team mitzugestalten